Datum: 21.11.2009
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STUDIENPROFIL STUDIENPLAN FACHBEREICH ZULASSUNG
 
Studienrichtung Mediengestaltung
   
  Allgemeine Ausrichtung:
  Die Studienrichtung Mediengestaltung wird an der Universität für angewandte Kunst als integratives Feld künstlerisch forschender, kunst- und medientheoriebezogener, organisatorischer und gesellschaftlicher Aspekte gelehrt.
Es geht dabei um die Ausbildung eigenständiger künstlerisch- experimenteller Entwurfsfähigkeit und forschender Aneignung technischen Wissens und Könnens zur Erschließung neuer mediengestalterischer Qualitäten und Möglichkeiten in Wechselwirkung zu einer kritischen, wissenschaftlichen und theoriegeleiteten Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Auswirkungen technologisch bedingter Transformationsprozesse für die Wahrnehmungs- und Wissensproduktion.
   
  Studienzweige:
  Die Studienrichtung Mediengestaltung wird im 2. Studienabschnitt in zwei Studienzweigen : "Medienübergreifende Kunst" und "Digitale Kunst" geführt.
Dies trägt der Notwendigkeit zur Vielfalt und Ausdifferenzierung im Spannungsfeld von künstlerisch- experimenteller Auseinandersetzung mit der technischen, ästhetischen, formalen und inhaltlichen Entwicklung traditioneller Medien und maschinengesteuerter Kommunikation, digitaler Infografie und Inszenierung von digitalen Räumen Rechnung und garantiert eine qualifizierte und breitgefächerte künstlerisch-wissenschaftliche Berufsausbildung.
   
  Zuständige Fachbereiche:
  Studienzweig Digitale Kunst:
Fachbereich VISUELLE MEDIENGESTALTUNG Leitung: o.Univ.Prof. Peter Weibel und Gastprofessor Tom Fürstner
(Expositur Holzhausergasse 4/5. Stock, 1020 Wien)
  Studienzweig Medienübergreifende Kunst:
Fachbereich MEDIENÜBERGREIFENDE BILD- TON UND RAUMKUNST - Leitung: Prof. Bernhard Leitner
Fachbereich MEDIENÜBERGREIFENDE BILD- UND RAUMKUNST - Leitung: Prof. Brigitte Kowanz
(Angewandte Hauptgebäude, Kokoschka Platz 2, 1010 Wien)
   
   
 
Studienprofil Digitale Kunst (Fachbereich Visuelle Mediengestaltung)
   
  Der Studienzweig ist auf die Entwicklung einer künstlerischen Forschungsmethodik und der entsprechenden Wissenskompetenz ausgerichtet, die Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzen, notwendige gesellschaftliche Funktionen kritischen, innovativen und experimentellen Forschens in einer vom digitalen Code bestimmten Informationsgesellschaft zu übernehmen.
   
  Im Besonderen wird vermittelt:
- Basisqualifikationen für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Computer als Medium und der darin angelegten spezifischen Qualitäten und Möglichkeiten für die künstlerische Konzeption und Realisierung von elektronischen Handlungsfeldern kooperativer und dislozierter Kunstpraxis
- technische, theoretische, künstlerisch-methodische und wissenschaftliche Voraussetzungen für experimentell-künstlerische Gestaltung im Bereich der elektronischen Medien.
- Fähigkeit zu eigenständiger künstlerischer Konzeptarbeit, arbeitsteiliger und interdisziplinärer Planung, Realisierung, Präsentation und Distribution digitaler Objekte
- Fähigkeit zu vernetztem, inter- und transdisziplinärem Denken
- historische und methodische Kenntnisse über die künstlerische Auseinandersetzung mit technischen Medien, insbesondere mit maschinengestützter und maschinenmanipulierter Bild- und Tonbearbeitung.
- Reflexionsfähigkeit und Einsicht in methodologische, theoretisch-wissenschaftliche und historische Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Medientechnologie, Kunst, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik
- Fähigkeit zur Einschätzung der sozialen Nachhaltigkeit von neuen Medientechnologien
- ein Verständnis von Kunst als besondere Form der Wissenstechnik zur Erschließung neuer medialer Handlungsfelder und Möglichkeiten, die von den angewandten Wissenschaften und den Ingenieurdisziplinen meist systematisch ausgeblendet werden.
  Schlüsselqualifikationen
  Die Fähigkeit zu eigenständigem künstlerischem Entwurf im Kontext komplexer interdisziplinärer Forschungszusammenhänge, die Bereitschaft zum forschenden Lernen, die Fähigkeit zu vernetztem Denken, die Fähigkeit zur Entwicklung und Umsetzung eigenständiger Konzepte in kollaborativen und dislozierten Arbeitsumgebungen, die Erschließung von Problemstellungen mittels künstlerischer Strategien, inter- und transdisziplinäre Wissenskompetenz, Kritikfähigkeit, Diskursfähigkeit, Reflexion, Evaluation, Organisationskompetenz, Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Projektpräsentation und Dokumentation.
   
  Umsetzung der Ziele
  Zur Erreichung dieser Ziele sind diverse Vermittlungsformen als Mischung von künstlerischem Einzelunterricht, fächerübergreifender Projektarbeit und Entwurfpraxis im Team und in Zusammenarbeit mit technischen und wissenschaftlichen Spezialisten sowie Gruppenarbeit mit individualisierter Steuerung des eigenen Lernfortschritts zur Aneignung von speziellen technischen und theoretischen Fertigkeiten und Fähigkeiten im Hinblick auf eine künstlerische Umsetzung eine wesentliche Voraussetzung.
   
  Tätigkeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen
  Entsprechend der vom rasanten technologischen Fortschritt erfassten Bereiche einer Informations- und Wissensgesellschaft sind die Tätigkeitsbereiche vielfältig und befinden sich vorwiegend an den Schnittstellen interdisziplinär ausgerichteter künstlerisch-medialer Produktion mit Schwerpunkt auf Visualität, Akustik, multisensorische Wahrnehmungsumgebungen und interaktive Kunst in elektronischen Medien mit Ausrichtung auf neu entstehende Produktionsfelder. Der Prozess der Entstehung einer digitalen Kultur stellt in den Bereichen künstlerischer Gestaltung neue ästhetische Anforderungen und lässt neuartige Arbeitsfelder entstehen.
 
Studienprofil Medienübergreifende Kunst (Fachbereiche Medienübergreifende Bild-, Ton- u. Raumgestaltung & Medienübergreifende Bild- u. Raumgestaltung)
   
  Der Studienzweig Medienübergreifende Kunst dient der künstlerischen, künstlerisch-forschenden und praxisorientierten Bildung und Berufsvorbildung mit dem Schwerpunkt raum- und zeitbasierter Konzeptionen und Projekte.
   
  Im Besonderen wird vermittelt:
  - die Fähigkeit zur eigenständigen Formulierung künstlerischer Fragestellungen und Konzepte zu selbständigem und kritischem künstlerischen Arbeiten
- Verstehen von künstlerischer Arbeit als Prozess ästhetischer Forschung und künstlerischer Praxis, als interdependentes Verhältnis von Produkt und Prozess
- die kritische Auseinandersetzung mit der Vielfalt künstlerischer und inhaltlicher Ansätze:
raum- und ortsspezifische Projekte, Raumbilder, künstlerische Interventionen im architektonischen Bereich und öffentlichen Raum, mediale Installationen und bewegtes Bild und Ton im Kontext von Kunst und Filmkunst, künstlerischer Film und Video Art.
- Kenntnisse über die Beziehungen, wechselseitigen Bestimmungen und Interaktionen von Körper, Licht, Raum und Zeit
- Untersuchungsmethoden der Selbstreferenz und Transformation von Medien, Materialien und Methoden und das daraus resultierende Beziehungsgeflecht von Zeit, Medien, Wahrnehmung und Rezeption
- Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Anwendung und Entwicklung künstlerischer, kunsttheoretischer und künstlerisch-technologischer Methoden und Techniken
- Orientierungswissen, umfassende und spezielle Kenntnisse der künstlerischen Praxis und Theorie unter Berücksichtigung der kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte und Diskurse.
   
 
PROZESSE    
WORKSHOP & LECTURES - Kleilehof
  19. - 25.06.2006, Vorbespr.+ Anmeldg. am 14.03.
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WORKSHOP - Human Interface Design
  Termine: 28.04., 29. 04., 1.05
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WORKSHOP - Jeremy Bernstein
  2. und 3.05.2006,
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